15.04.2026, 23:35
Wofür Lilith sich interessierte und nicht interessierte konnte schnell schwanken. In gewissen Situationen konnte sie außergewöhnlich viel Geduld aufbringen, besonders für ein Höllenwesen – das war aber meist nur der Fall, wenn sie ein klares Ziel vor Augen hatte und eine genaue Vorstellung davon, wie sie es erreichen wollte. Meist waren ihre Interessen deutlich flatterhafter und besonders darauf fokussiert, was sie in diesem Moment gerade als wichtig empfand.
Und in diesem Fall hatte sie Medea ihr Leben zu verdanken, auch wenn sie weitaus zu stolz war, um das genau so zu verbalisieren. Sie wusste es, Medea wusste es auch. Mammon und Kisai wussten es. Natürlich war ihr Interesse daran, wer diese Person war, in deren Schuld sie nun stand, aktuell entsprechend groß.
Dass es das Gespräch weglenkte von ihr und Mammon war ein zusätzlicher Bonus.
Medea bestätigte mehr oder weniger ihre Annahme indem sie zugab, dass sie nicht einmal wusste, ob ihre Familie noch lebte. Abgesehen von ihrer Patin… die sie aber auch nicht näher benannte.
Hätte sie ihre Gnade noch gehabt, dann hätte Lilith womöglich ihre Aura schneller und sauberer lesen können, und den Widerstand gegen das Thema gespürt. Ob sie es dann fallen gelassen hätte wäre eine andere Frage, aber sie hätte es sicherlich augenblicklich bemerkt. Jetzt allerdings, ohne ihre Gnade, ihre Kräfte deutlich schwächer, und ihr Körper noch durchtränkt von Überresten weißer Magie, die sie weiterhin zittern ließen – die subtile Ablehnung fiel ihr so nicht auf.
„Das klingt nicht als würdest du sie betrauern“, stellte sie zunächst einmal nüchtern fest. Das war erstmal nichts Ungewöhnliches in dämonischen Familien. Lilith selbst würde ihrem Vater keine Träne nachweinen, selbst jetzt nicht, wo sie welche weinen konnte. Besonders jetzt nicht.
„Was unterscheidet deine Patin von ihnen?“
Und in diesem Fall hatte sie Medea ihr Leben zu verdanken, auch wenn sie weitaus zu stolz war, um das genau so zu verbalisieren. Sie wusste es, Medea wusste es auch. Mammon und Kisai wussten es. Natürlich war ihr Interesse daran, wer diese Person war, in deren Schuld sie nun stand, aktuell entsprechend groß.
Dass es das Gespräch weglenkte von ihr und Mammon war ein zusätzlicher Bonus.
Medea bestätigte mehr oder weniger ihre Annahme indem sie zugab, dass sie nicht einmal wusste, ob ihre Familie noch lebte. Abgesehen von ihrer Patin… die sie aber auch nicht näher benannte.
Hätte sie ihre Gnade noch gehabt, dann hätte Lilith womöglich ihre Aura schneller und sauberer lesen können, und den Widerstand gegen das Thema gespürt. Ob sie es dann fallen gelassen hätte wäre eine andere Frage, aber sie hätte es sicherlich augenblicklich bemerkt. Jetzt allerdings, ohne ihre Gnade, ihre Kräfte deutlich schwächer, und ihr Körper noch durchtränkt von Überresten weißer Magie, die sie weiterhin zittern ließen – die subtile Ablehnung fiel ihr so nicht auf.
„Das klingt nicht als würdest du sie betrauern“, stellte sie zunächst einmal nüchtern fest. Das war erstmal nichts Ungewöhnliches in dämonischen Familien. Lilith selbst würde ihrem Vater keine Träne nachweinen, selbst jetzt nicht, wo sie welche weinen konnte. Besonders jetzt nicht.
„Was unterscheidet deine Patin von ihnen?“

